---
title: "Portraits ausgewählter Partnerbetriebe"
url: "https://tourismus.teutoburgerwald.de/destinationsentwicklung/projekte/modellregion-nachhaltiger-tourismus/portraits-ausgewaehlter-partnerbetriebe"
description: "MoNaTour: Vorstellung ausgewählter Partnerbetriebe Nachhaltiges Reiseziel der Urlaubsregion Teutoburger Wald werden in einem Interview vorgestellt."
language: "de"
breadcrumb: "Root > Tourismus > Destinationsentwicklung > Projekte > Modellregion Nachhaltiger Tourismus > Portraits ausgewählter Partnerbetriebe"
---

Portraits ausgewählter Partnerbetriebe 
Nachhaltiges Reiseziel
==============================================================

der Urlaubsregion Teutoburger Wald

Aufkleber Nachhaltiges Reiseziel in Grün

Wie sieht nachhaltiges Handeln in der Praxis aus? Um die Vielfalt unseres Netzwerks der Partnerbetriebe Nachhaltiges Reiseziel in der Urlaubsregion Teutoburger Wald sichtbar zu machen, stellen wir hier die Erfahrungen und Aktivitäten unserer Partnerbetriebe vor. Von innovativen Ansätzen in der Unternehmenskultur bis hin zu konkreten ökologischen Maßnahmen, zeigen wir, wie unsere Partnerbetriebe Nachhaltigkeit selbst umsetzen.

 

Portraits ausgewählter Partnerbetriebe Nachhaltiges Reiseziel in der Urlaubsregion Teutoburger Wald
---------------------------------------------------------------------------------------------------

- Kunsthalle Bielefeld
    
    **1. Warum sind Sie am Projekt MoNaTour beteiligt?**
    
    Wir sehen die Region Ostwestfalen als innovativ und traditionsliebend zugleich, als energisch, identitätsstiftend und verbindend. Wir sind stolz auf diese Region, die Wirtschaft, Kultur, Naturerlebnis vereint und möchten unseren Beitrag dazu leisten, dies weiterhin zu fördern und zu bewahren. Da nachhaltiges Leben und Wirtschaften eine Gemeinschaftsaufgabe ist, sind wir sicher, dass mittels Allianzen über Branchen hinweg verfügbare Ressourcen und Know-How aktiviert werden müssen.
    
    Als Haus für moderne und zeitgenössische Kunst zieht die Kunsthalle Bielefeld jährlich Tausende Einheimische und Touristen an, das Haus wirkt nicht nur regional in die Bevölkerung hinein sondern steht auch in täglichem Austausch mit internationalen Museumshäusern und Besuchern; sei es für Leihgaben, für das Programm und gemeinsame Tourneeausstellungen oder KünstlerInnenförderung.
    
    **2. Wie leben Sie Nachhaltigkeit in Ihrem Betrieb?**
    
    Wir wollen nicht nur bestehende Prozesse klimafreundlicher machen sondern mit dem Museum unser Wirken auf diesem Planeten hinterfragen und gestalten.
    
    Unser Papierverbrauch hat sich seit zwei Jahren drastisch reduziert indem wir eine effizientere, digitale Ordnerstruktur anlegten.
    
    Eine regional und international greifende Maßnahme konnte umgesetzt werden: Nach fachkundiger Abwägung aller Sicherheitsvorkehrungen für Kulturgut haben wir eine Dynamisierung des nationalen und internationalen Leihverkehrs für die Kunsthalle Bielefeld bestimmt: Aktualisierung der Leihverträge nach neuesten Empfehlungen des Deutschen Museumsbundes (DMB), mehr Sammeltransporte, Wiederverwendung von Verpackungsmaterialien, das Hinterfragen jeder Dienstreise, Online-Kurierbegleitungen sowie mehr Kollaborationen zwischen Museen um mit Tourneeausstellungen Kosten und Ressourcen zu sparen.
    
    Mit der Unterschrift der Nachhaltigkeitsdeklaration für den Kulturbereich bekennen wir uns zur Selbstverpflichtung zu globalen Klima- und Nachhaltigkeitszielen ().
    
    In Zusammenarbeit mit dem Aktionsnetzwerk für Nachhaltigkeit in Berlin und der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel wurden im letzten Jahr in einem Inhouse-Beratungsprogramm eine Status-Quo Analyse des Museums sowie betriebsökologische Ansätze erarbeitet, die nun im strategischen Nachhaltigkeitsprozess sukzessiv weiterentwickelt werden.
    
    **3. Welche positiven Effekte hat Ihr Engagement für Nachhaltigkeit – für Ihren Betrieb, Ihr Team oder Ihre Kundinnen und Kunden?**
    
    Der gewissenhafte Umgang mit ökologischen Ressourcen geht für uns Hand in Hand mit gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung. Wir üben uns täglich darin, eine Unternehmenskultur für unser Team zu stärken, die von Respekt und Toleranz sowie von Mut und Flexibilität geprägt ist: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Fortbildungen, Kreatives Arbeiten mit dem Blick über den Tellerrand hinaus.
    
    Zuletzt wurde der Runde Tisch gegründet bei dem regelmäßig Bielefelder Stimmen aus der vielfältigen Stadtgesellschaft ihre Ideen in die Entwicklung der Kunsthalle einbringen können, beispielsweise zum Programm, zum Vermittlungskonzept oder zur Digitalstrategie des Museums.
    
    In Ausstellungen zum Thema Wasser oder der Art und Weise wie wir Zukunft leben werden, luden wir unsere BesucherInnen in 2023 zu einem Architektur-Symposium ein. In „Gestern. Heute! Morgen?“ diskutierten wir im interdisziplinären und öffentlichen Diskurs die Zukunftsfähigkeit des Museums, das klimaneutrale Museum, die Sanierung und die Rolle der Kunsthalle im aktuellen Stadtgeschehen.
    
    **4. Gibt es Herausforderungen, die Ihnen in Ihrem Nachhaltigkeitsengagement begegnet sind – und wie sind Sie damit umgegangen?**
    
    MitarbeiterInnen haben oftmals unterschiedliche Denkweisen und innere Haltungen. Das gesamte Team so mitzunehmen, dass es sich als Teil der Transformation sieht, bedarf einer transparenten Kommunikation zu Veränderungen sowie den ausreichenden Raum, das Team selbst aktiv neue Prozesse erarbeiten - und dann erproben zu lassen. Hier gilt bei uns: Einfach machen, wenn nötig, nachjustieren und stets die Augen offen halten!
    
    Da uns eine Generalsanierung mit der energetischen Ertüchtigung des Gebäudes erst noch bevorsteht, sind akute kurzfristige Investitionen wie beispielsweise eine vollständige Umstellung auf LED-Leuchten oder Regenwasser in Sanitäranlagen (noch) nicht ökonomisch.
    
    **Know-How-Börse / Austausch im Netzwerk**
    
    **1. Zu welchen Nachhaltigkeitsthemen können Sie anderen Betrieben als Ansprechpartner zur Seite stehen?**
    
    
    - Bewerbung zu Nachhaltigkeitsförderungen z.B. des Landes NRW oder des Bundes
    - Transformation in Betrieben mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Unternehmenskultur
    - Nutzung von Materialbörsen zur Wiederverwendung produzierter Objekte
    
    **2. Wo würden Sie sich selbst über Austausch oder Unterstützung freuen?**
    
    Wir interessieren uns stets für effizientere Prozesse sowie den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz für den Kulturbereich.